NABU Vogelschutzzentrum Vogelpflegestation

Vogel gefunden - was tun?      

Vögel brauchen manchmal, aber nicht immer, unsere Hilfe    

Einen großen Anteil an den zu uns ins Vogelschutzzentrum gebrachten Tieren nehmen Jungvögel verschiedenster Arten ein.

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz dürfen Jungtiere nur dann vorübergehend aufgenommen werden, wenn sie verletzt, krank oder aber tatsächlich hilflos sind. Gerade letztere Tatsache ist jedoch nur schwer zu erkennen. 

Bitte versuchen Sie sich erst einmal einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Nehmen Sie dazu den Jungvogel ruhig in die Hand und setzen ihn zurück ins Nest oder in einen benachbarten Strauch. Dort wird er mit Sicherheit von den Elternvögeln wieder gefunden, angenommen und versorgt. Niemand kann das besser als die Elternvögel selbst!

Viele Jungvögel haben keine Scheu vor dem Menschen und piepsen nicht aus Hilflosigkeit, sondern weil sie um die nächste Fütterung durch ihre Eltern betteln. Ziehen wir Menschen uns dann zurück, kann das normale Familienleben der Vögel weitergehen.

Vögel haben - im Gegensatz zu Säugetieren wie Hase und Reh - einen schlechten Geruchssinn und stören sich daher nicht an menschlichem Geruch, so dass die Jungvögel auch nach dem Umsetzen von den Eltern wieder angenommen und weitergefüttert werden.

Bitte lassen Sie Jungvögel unbedingt bei ihren Eltern in der Natur - denn nur hier haben sie die besten Überlebenschancen!

 

Sollte es aber doch nötig sein:

Abgabe verletzter Vögel

Sie können verletzt oder krank aufgefundene einheimische Vögel zu den Öffnungszeiten gerne in unsere Vogelpflegestation einliefern.
An Wochenenden und Feiertagen erreichen Sie uns unter
Tel. 0179 / 29 14 84 1.

Bitte haben Sie Geduld, falls Sie uns nicht sofort direkt erreichen und sprechen Sie auf unseren Anrufbeantworter, Tel. 0 74 73 / 10 22. Wir melden uns sobald möglich.

Setzen Sie den Vogel zum Transport bitte nur in einen mit einem Tuch ausgelegten Pappkarton, den Sie mit ein paar Luftlöchern versehen haben und lassen Sie dem Vogel völlige Ruhe. Da uns weder das Personal noch die finanziellen Möglichkeiten gegeben sind, können wir generell keine Vögel abholen. Ziel der Versorgung der Vögel ist eine baldige Freilassung, stark verletzte Vögel müssen meist von ihrem Leid erlöst werden.

Wir betreiben keine Vogelpension oder Vermittlung von Vögeln, auch nehmen wir kein Zier- oder Rassegeflügel bzw. Exoten oder andere Heimtiere auf.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!






Der Stieglitz ist der „Vogel des Jahres 2016"



Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Stieglitz (Carduelis carduelis) zum „Vogel des Jahres 2016“ gewählt. Der auch Distelfink genannte Stieglitz steht für vielfältige und farbenfrohe Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräser und Bäume. Bunte Landschaften mit ausreichend Nahrung gibt es jedoch immer weniger, daher ist der Bestand des Stieglitzes in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.